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Emerald Cave bei Ko Muk
auf Thai: Tham Morakot 


Kurzbeschreibung:
Inseln in der FerneDie Insel "Ko Muk" befindet sich in der Andamanen See (Indischer Ozean) vor der Westküste Süd-Thailands, völlig unberührt und fernab von Tourismus und Zivilisation, kurz vor Malaysia.

Durch eine riesige Felswand, die bestimmt mehr als 100 Meter hoch ist, kann man vom offenen Meer aus durch eine ca. 60 Meter lange Höhle in eine nur von dort erreichbare wunderschöne Lagune schwimmen. Eben ein Naturwunder.


Kurze Einleitung:
Hartmut, Karl und ich sind schon seit etwa 2 Wochen mit der "Vaka-LeLe" zur See unterwegs. Wir haben der Strand von Ko Mukschon einige Erlebnisse, Tauchgänge und Südsee-Momente hinter uns. Kurzum: Ich fühle mich sauwohl, habe mich längst akklimatisiert und habe jede Menge Spass mit den beiden Jungs.

Wir haben schon ein paar hundert Meilen auf dem Buckel, die Reise ging bis jetzt von "Ko Racha" über "Phi-Phi Island" (wo ein Jahr später "The Beach" mit Leonardo Di Caprio gedreht wurde) nach "Ko Rok Nok", weiter über "Hin Daeng" zur "Butang-Gruppe" -> "Ko Libong" und irgendwann "Ko Muk". Wer kennt das schon, aber es ist nicht wirklich eine Wissenslücke.zur Übersicht
 


Das "Abenteuer":
Felswand mit Höhle (Emerald Cave)Wir sind heute morgen - wie so oft - früh aufgestanden. Man lebt auf einem Boot eben mehr mit der Natur, und man hat tagsüber Zeit immer mal hier und da zu dösen. Wir haben wieder herrliches Wetter und lichten den Anker. Hartmut und Karl haben heute noch "Grosses" mit mir vor, wir setzen nur das Gross-Segel und fahren die Vaka-LeLe mit Motorkraft bis vor eine riesige, an sich schon ziemlich beeindruckende Felswand mit total bizarren Kalkformationen.

Die Wand geht senkrecht und anscheinend unendlich weit in die Höhe. Weiter oben ist sie mit tropischem Regenwald überwuchert. Einerseits wunderschön, andererseits aber auch beängstigend Imposant, wenn man sich nur wenige Meter davon entfernt im Boot befindet. Wir kommen uns ziemlich klein vor.

Karl und ich springen ins Wasser, Hartmut bleibt beim Boot um uns später wieder aufzusammeln. Bewaffnet sind wir mit Schwimmwesten, die wir uns einfach unter den Bauch legen, eine Taschenlampe nehmen wir bewusst nicht mit, weil die Jungs meinen, dass es spannender sei. Wir haben leichten Seegang, direkt an der Wasseroberfläche sind Höhlen ausgewaschen, Karl meint er kenne den Weg durch die Höhle. zur Übersicht

Eingang in die HöhleWir schwimmen also ohne Licht in eine Höhle hinein. Drinnen zunächst noch wunderschöne Farben an den Decken, man hört ein lautes Donnern von den hereinbrechenden Wellen. Hier und da ein Piepsen von Fledermäusen. Eine heftige Mischung aus bezaubernd schön und tierisch beängstigend, denn es wird immer dunkeler bis zum völligen Verlust der Sicht. Wir halten uns rechts und tasten uns im wahrsten Sinne des Wortes immer weiter, es wird immer enger, nichts mehr zu sehen.

Als wir in einem mannsbreiten Spalt sind, entsteht plötzlich ein Soog und der Wasserspiegel steigt abrupt an. In völliger Dunkelheit, nur verbunden durch hallenden Sprachkontakt knallen Karl und ich mit dem Kopf unter die Decke. Ich zumindest schlucke eine gehörige Portion Salzwasser. Offensichtlich haben wir den falschen Weg eingeschlagen, mein Adrenalinpegel schnellt in die Höhe. Nichts wie zurück!!! Spätestens jetzt ist die ganze Sache wirklich unheimlich, nicht minder imposant und beängstigend. zur Übersicht

Ich bin froh, als wir wieder weiter vorne in der Höhle, wieder mit Platz und Licht sind. Wir schwimmen also in die andere Richtung, links rum. Wieder wird es stockduster, alles hallt selbst das Plätschern das wir verursachen. Um die Finger und Arme herum haben wir Meeresleuchten (unsichtbare fluoreszierende Algen), jede Luftblase im Wasser leuchtet wie ein kleines Glühbirnchen einer Taschenlampe. Es ist einfach fantastisch!

Ausgang aus der HöhleEndlich nach einigen Metern der Angstüberwindung taucht endlich Licht am Ende der tunnelartigen Höhle auf. Erleichtert schwimmen wir darauf zu. Es wird immer heller, plötzlich tut sich eine malerische Lagune mit einem traumhaften Strand vor uns auf. Absolut irre! Wir befinden uns in einer Art Kessel mit beschriebenen Kalk- und Felsformationen, die sich wieder senkrecht in die Höhe strecken. Bis auf den feinen Sandstrand alles bewachsen mit tropischem Regenwald. Wir fühlen uns wie eine Mischung aus Tarzan und Robinson. Von den riesigen tropischen Pflanzen die überhängen fallen Wassertropfen auf uns herab. Hoch oben in den Bäumen klettern in schwindelnder Höhe Affen kreischend herum. Es riecht wie im Zoo.zur Übersicht

Wir verharren einige Zeit der Überwältigung, doch dann müssen wir wieder los, bevor die Flut so weit steigt, dass wir für Stunden nicht durch die Höhle zurück kommen. Also wieder ab in das schwarze Loch. Der Rückweg ist schon nicht mehr so beängstigend, ich weiss ja was mich erwartet. Beeindruckend ist es trotzdem wieder. Obgleich ein unglaublich wunderbares Erlebnis, bin ich wieder froh, die festen Planken der "Vaka-LeLe" unter mir zu haben. Bestimmt ein Abenteuer, dass ich nie vergessen werde.

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